Der beste Makler ist nicht automatisch derjenige mit der höchsten Preiseinschätzung oder der niedrigsten Provision. Entscheidend ist, wer für Ihre Immobilie das plausibelste Gesamtpaket aus Marktkenntnis, Strategie, Erreichbarkeit und sicherem Prozess anbietet.
In fünf Schritten zur passenden Auswahl
- Lokale Erfahrung prüfen. Bitten Sie um Beispiele vergleichbarer Verkäufe aus der näheren Umgebung und derselben Objektart.
- Bewertung erklären lassen. Ein seriöser Angebotspreis stützt sich auf Vergleichsobjekte, Mikrolage, Zustand, Energieeffizienz und aktuelle Nachfrage.
- Vermarktungsplan vergleichen. Fragen Sie nach Fotos, Grundriss, Portalen, Interessentenkartei, Besichtigungsformat und Bonitätsprüfung.
- Nettoergebnis betrachten. Vergleichen Sie erwarteten Verkaufspreis abzüglich Provision und Zusatzkosten – nicht nur den Provisionssatz.
- Zusammenarbeit testen. Achten Sie darauf, wie präzise der Makler Fragen beantwortet und wie regelmäßig er berichten will.
Vertrag und Zulassung kontrollieren
Gewerbsmäßige Immobilienmakler benötigen grundsätzlich eine Erlaubnis nach § 34c GewO. Fragen Sie nach vollständigem Unternehmensnamen, Anschrift und Erlaubnisbehörde.
Bei der Vermittlung des Kaufs einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses muss der Maklervertrag nach § 656a BGB in Textform geschlossen werden. Prüfen Sie insbesondere:
- Leistungsumfang und gesonderte Kosten,
- Laufzeit, Alleinauftrag und Kündigung,
- Höhe, Berechnungsgrundlage und Fälligkeit der Provision,
- Regeln für bereits bekannte Interessenten und Verkäufe nach Vertragsende,
- Widerrufsbelehrung bei Fernabsatz- oder Haustürsituationen.
Ein Makler kann sinnvoll sein, doch die Auswahl bleibt eine geschäftliche Entscheidung. Lassen Sie sich Zusagen schriftlich geben und nehmen Sie sich Zeit für den Vergleich.
Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.
