Die riskanteste Phase entsteht, wenn der neue Kaufpreis fällig wird, bevor der alte Verkaufserlös verfügbar ist. Planen Sie deshalb nicht nur einen Idealablauf, sondern auch Verzögerungen.
Liquiditätsplan statt grober Schätzung
Listen Sie für jeden Monat beide Kreditraten, Hausgeld oder Nebenkosten, Versicherungen, Grundsteuer, Instandhaltung, Umzug und mögliche Zwischenmiete auf. Ergänzen Sie Kaufnebenkosten und einen Puffer für Reparaturen. Testen Sie außerdem einen späteren Verkauf und einen Erlös unter der aktuellen Erwartung.
Mögliche Brücken
- Verkauf zuerst und befristete Zwischenmiete,
- abgestimmter später Besitzübergang,
- Zwischenfinanzierung mit klaren Kosten und Sicherheiten,
- längere Kaufpreisfälligkeit, sofern Verkäufer und Notar dies tragfähig gestalten,
- Verkauf mit Rückmiet- oder Nutzungsregelung nach individueller Beratung.
Mündliche Nebenabreden sind gefährlich. Verpflichtungen zum Grundstückserwerb und wesentliche Abreden gehören wegen § 311b BGB in die notarielle Gestaltung.
Drei Stoppschilder
Unterschreiben Sie nicht, solange die Bank nur unverbindlich signalisiert hat, der Mindestverkaufserlös nicht definiert ist oder der Plan nur bei punktgenauer Übergabe funktioniert. Fragen Sie auch, welche Vorfälligkeitsentschädigung, Grundschuld- und Notarkosten entstehen können.
Ein guter Plan enthält ein spätestes Verkaufsdatum und eine klare Entscheidung, wann Preis, Vermarktung oder Finanzierung angepasst werden.
Hinweis: Allgemeine Orientierung, keine Finanz- oder Rechtsberatung.
